What could it look like here in 2035? New publication with UFZ Leipzig

Den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen ist eine zentrale Herausforderung weltweit, in Europa und genauso auch in Deutschland. Dies spiegelt sich u.a. im EU Nature Restoration Law und der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen wider. Vor diesem Hintergrund rückt Rewilding als partizipative und prozessorientierte Methode des Biodiversitäts- und Naturschutzes in den Fokus. Durch das Wiederzulassen natürlicher Prozesse zielt Rewilding darauf ab, degradierte Ökosysteme wiederherzustellen und ihre Anpassungsfähigkeit zu stärken, um die biologische Vielfalt zu fördern und dauerhaft Ökosystemleistungen für die Gesellschaft bereitzustellen. Dadurch sollen Naturschutz und eine nachhaltige regionale Wertschöpfung zugleich realisiert werden. Da Rewilding-Maßnahmen auf Freiwilligkeit beruhen, ist die Vernetzung und Koordination unterschiedlicher Akteure und Initiativen wesentliche Voraussetzung.

Am 26/27.06.2024 fand in Leipzig die REWILD_DE Konferenz statt

Mit über 100 Teilnehmer*innen zielte die Konferenz vor allem darauf ab, die Anwendung des Rewilding-Ansatzes in Kulturlandschaften zu diskutieren und ökologische, ökonomische und soziale Chancen sowie Hindernisse von Rewilding in Deutschland zu beleuchten. Dazu berichteten Vertreter*innen der Global Rewilding Alliance, von Rewilding Europe und dem deutschen Rewilding-Modellgebiet „Oder-Delta“ aus der Rewilding-Praxis. Andererseits wurden Räume für Austausch in Form von Kleingruppenworkshops entlang der folgenden drei Themen und Fragestellungen angeboten:

  • Rewilding between policies and local reality: How could rewilding approaches be taken into account in policy instruments?
  • People made rewilding landscapes: What role could participatory and artistic formats play in creating an awareness of the naturalness of landscapes?
  • The economy of rewilding: What new forms of economic activity have emerged in rewilding landscapes?

Die Konferenz „REWILDING – Eine Perspektive für mehr Natur und regionale Entwicklung“ fand im Rahmen des Forschungsprojekts „REWILD_DE – Erhaltung von Biodiversität und Inwertsetzung von Ökosystemleistungen durch Rewilding – vom Oderdelta lernen“ statt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

The conference brought together nature conservation practitioners and was aimed at representativesof local authorities, nature conservation administrations, associations and initiatives, as well as interested scientists.

A lot of joint work was published at the Rothenklempenow site:

Over the past two years, we have developed landscape scenarios for 2035 together with the stakeholders in Rothenklempenow. These were summarized in a brochure and presented and published at the conference. The response was extremely positive, and the holistic approach of looking at entire landscapes and developing comprehensive overall concepts was particularly well received.

Das RCE Stettiner Haff hat als Regionalpartner des Teilprojektes Pathway Rewilding für die Einbindung der Region gesorgt. Vom RCE Stettiner Haff waren Jochen Elberskirch (Naturparkleiter), Heike Kühner (Höfegemeinschaft Pommern) und Uwe Greff (BioBoden Genossenschaft) dabei, so auch Vorstand und Mitwirkender Tobias Till Keye (Projekt N – Agentur für nachhaltige Entwicklung).

You can download the brochure here.

Ansprechpartner:
Tobias Till Keye (Projekt N – Agentur für nachhaltige Entwicklung)
Augustin Berghöfer (UFZ – Helmholtzzentrum für Umweltforschung Leipzig)